Hier geht die Reise von „Unser Lied Zuerst“ weiter, was man am Refraintext gut erkennt. Allerdings wollten wir für diesen Song gleich die zweite Studiocrew aufs Spielfeld jagen, sowohl vor als auch hinter der Scheibe! Also wurde die gesamte Band bis auf 2 Bläser ausgetauscht, neue Gäste aus Berlin und Dresden kamen diesmal in die Ballroom Studios in der Johannstadt.
Besetzung:
Drums / Bass / Orgel / E-Gitarre 1+2 / Perkussion
Trompete / Alto Sax / Tenor Sax / Posaune
Rap / Gesang / Chorstimmen
Warum geht es in einem Lied erst um klaffende Machtlücken und Politik von oben herab, dann plötzlich um die hetzende rechte Presse und unvermittelt um den NS-Terror und Vernichtungskrieg? Weil die Zutaten zu eben jener Stimmung zwischen 1918 und 1933 sehr ähnlich zur heutigen Lage waren. Die Hugenberg-Presse von damals heisst heute Springer, die Angstmacherei und das Aufhetzen der Schwachen gegen die Schwächeren ist in vollem Gange, der Börsenwahn und das hemmungslose Spekulantentum sind grenzen- und angeblich alternativlos …
Und als wäre das nicht verstörend und kräftezehrend genug, kommen heute großflächig jene wieder zu Wort, die am Krieg bestens verdienen, 2014 noch Militär-Trainingszentren an Russland liefern wollten und nun selbstlos „unsere Werte und die Demokratie zu schützen“ vorgeben: Rheinmetall und alle von dieser widerlichen Branche, weiße alte Männer mit kalten Augen und besten Kontakten in die Großparteien. Wer glaubt denn ernsthaft, irgendein nächster Krieg in Europa würde über die Anzahl von 155mm-Geschossen entschieden werden oder durch die Feuerkraft von Panzern oder von der Tödlichkeit der Bestückung von Drohnen und Marschflugkörpern? Eine instabile Atommacht mit der Lieferung konventioneller Waffen an den Gegner „besiegen“ zu wollen ist Irrsinnn – aber unfassbar rentabel.
WIR MÜSSEN DEN KRIEG VERLERNEN! JEDER RÜSTUNGS-EURO FEHLT DER ZUKUNFT UNSERER KINDER.